Ernsthafte Konkurrenz für Telekom, Sky & Co.?
Aus Gerüchten und eher unspezifischen PR-Meldungen wird ein konkretes Produkt. Der Anbieter Kabel Deutschland will Ende März mit seinem VoD-Angebot “Video Select” online gehen. Kann sich daraus ernsthafte Konkurrenz für die Telekom oder für Sky Deutschland entwickeln? Durchaus nicht auszuschließen, denn auf den ersten Blick hört sich das Angebot aus dem Hause Kabel Deutschland nicht uninteressant an. Spätestens seit dem Herbst des Jahres 2010 wurde offensichtlich sehr intensiv an der Befüllung mit interessanten Programminhalten gearbeitet und nach Angaben von Kabel Deutschland konnten bis heute mehr als 40 namhafte Partner für VoD-Content gewonnen werden. Allein mehr als 2.000 Filme und Serienfolgen sollen Ende März – also genau zum Quartalsende – via „Video Select“ online abrufbar sein. Darüber hinaus sollen auch ein umfassendes Programmarchiv (Pay-TV und Free-TV) und Premiumabos zu speziellen Themen im VoD-Bereich von Kabel Deutschland erhältlich sein. Mit dem Starttermin zum Ende März möchte Kabel Deutschland hier offenkundig einen versöhnlichen Schlusspunkt für ein nicht immer ganz reibungsloses erstes Vierteljahr 2011 setzen.
Videoload vs. Video Select: Wer hat die Nase vorn?
Aktuell ganz sicher noch das etablierte Angebot der Deutschen Telekom. Wenn man sich das Angebot von Kabel Deutschland einmal nüchtern aus der Nähe betrachtet, so ist es sicher als gut und reichhaltig einzuschätzen. Die Mitbewerber Telekom und 1&1 (maxdome) müssen sich aber vorerst sicher nicht in Acht nehmen, denn mit ihren eigenen Angeboten sind sie derzeit sicher noch besser aufgestellt. Lediglich bei der in den Entertain-Angeboten integrierten TV-Mediathek sollte die Telekom gegebenenfalls etwas „nachrüsten“, denn das von Kabel Deutschland zusammen gestellte Sender-Portfolio aus ScyFy, TNT, AXN, 13th Street, Bon Gusto, Animax und Anixe HD kommt durchaus beeindruckend daher. In puncto Hardware hat Kabel Deutschland mit dem HD-Festplattenrecorder von Sagemcom im Herbst 2010 sicherlich einen Schritt nach vorn getan. Die Absatzzahlen dieses Gerätes sind aber noch lange nicht mit den Verkäufen der Telekom-Receiver für Entertain vergleichbar.
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